18.10.2017 | Selbst in Amerika, dem Mutterland des Cartoons, wurden Comics noch vor 60 Jahren als jugend­gefährdend eingestuft. Hierzulande hat es im Unterschied zu Frankreich oder Belgien ohnehin nie eine Tradition gegeben, die die lange als „Schund“ gebrandmarkte Kunstform über den Status des jugendlichen Zeitvertreibs erhoben hätte. Das hat sich längst geändert. Dank der Graphic Novels genießen Comics mittlerweile hohes Ansehen; selbst wenn die großen Umsatzbringer aufgrund der vielen Kinofilme die Superhelden-Hefte sind.


25.08.2017 | Inhalt wie Machart des Kriegsfilms Dunkirk von Kultregisseur Christopher Nolan, der aktuell im Kino zu sehen ist, geben Anlass, eines der umfassendsten Projekte der Filmgeschichte neu zu beleuchten: die kritische Auseinandersetzung ambitionierter Filmregisseure mit den Aspekten und Darstellungsformen menschlicher Gewalt. Dabei wird klar, Nolan eifert einem der ganz Großen der Filmgeschichte nach: Stanley Kubrick. Auch er bearbeitete dieses Thema in seinen Filmen. Der Beitrag beleuchtet die Darstellung menschlicher Gewalt bei Kubrick und Nolan vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels.


Tilmann P. Gangloff

Vom Wahren zur Ware

Vor 25 Jahren hat das deutsche Fernsehen seine Unschuld verloren

18.09.2017 | Vor 25 Jahren hat Marc Conrad als neuer RTL-Programmdirektor dafür gesorgt, dass sich das deutsche Fernsehen grundlegend wandelte. Er betrachtete das Medium nach US-Vorbild ra-dikal als Ware und veränderte RTLplus völlig, um einen „Audience Flow“ herzustellen. Dank der von ihm eingeführten formatierten Programmstruktur sollten die Zuschauer an jedem Tag genau wissen, was sie wann zu erwarten hatten. Prompt eroberte RTL (jetzt ohne „plus“) die Marktführerschaft bei Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und hat sie nahezu durchgängig bis heute nicht mehr hergegeben.


Jens Dehn

Wenn der Zuschauer zum Detektiv wird

Über die Faszination neuer True-Crime-Formate

17.08.2017 | Programme, die echten Verbrechen auf den Grund gehen, gibt es seit Jahrzehnten, sei es im fiktionalen, dokumentarischen oder im Reportagebereich. Die aus den USA stammende Bezeichnung „True Crime“ ist hierfür mittlerweile auch in Deutschland etabliert. Neu ist seit wenigen Jahren die Entwicklung, dokumentarische True-Crime-Formate seriell zu konzipieren und dabei einen einzelnen Fall über eine ganze Staffel zu erzählen. Moderne Verbreitungs- und Kommunikationswege verhelfen Serien wie The Jinx, Making a Murderer und The Keepers zu großem Erfolg.


Tilmann P. Gangloff

Vom Seelsorger zum Sozialarbeiter

Seit 30 Jahren gehören Pfarrerinnen und Pfarrer zum festen Ensemble von Fernsehfilmen und Serien

08.08.2017 | Ähnlich wie Krankenhausserien und Krimireihen erfreuen sich Serien, die im Kirchen­milieu spielen, großer Beliebtheit. Woher kommt das Interesse an Geschichten mit Pastorenfamilien und Priesterschicksalen ? Ausgehend von der Publikation Leben nach Luther. Das protestantische Pfarrhaus im populären Film und TV von Manfred Tiemann geht der Beitrag mit vielen Beispielen diesem Phänomen nach.


18.05.2017 | Filme und Serien dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern beeinflussen auch unsere Wahrnehmung. Deshalb ist es nicht unwichtig, ob und wie Orte und Menschen auf den Bildschirmen erscheinen. Die Filmjournalistin Sonja Hartl hat sich viele Filme und Serien angesehen, in denen Muslime eine Rolle spielen. Es überrascht sicher nicht, dass ihr dabei bestimmte Stereotype und Klischees immer wieder begegnet sind.


Barbara Weinert im Gespräch mit Andre Wilkens

„Die Demokratie muss jeden Tag gepflegt werden!“

04.05.2017 | Mehr als 65 Jahre nach dem Beginn der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit der europäischen Länder scheint nationalstaatliches Denken vielerorts wieder an erster Stelle zu stehen. tv diskurs sprach mit dem Politikwissenschaftler Andre Wilkens über die „Idee Europa“ und den Anteil der Medien am positiven oder negativen Bild der EU.


21.04.2017 | Die 80. Ausgabe ist nicht nur eine „runde“ Erscheinung in einem etwas anderen Design: tv diskurs feiert auch einen runden Geburtstag! Im April 1997, also vor 20 Jahren, erschien die Fachzeitschrift zum ersten Mal, herausgegeben von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). In seinem Geburtstagsgruß lässt Medienwissenschaftler Dr. Gerd Hallenberger die Zeit mit tv diskurs Revue passieren.


Olaf Selg

Fake News

21.03.2017 | Der Begriff „Fake News” ist zurzeit omnipräsent. Was sind Fake News? Wer verbreitet sie mit welcher Absicht und welche Bedeutung haben sie für unsere heutige Gesellschaft? Olaf Selg geht in seinem  Beitrag nicht nur diesen Fragen nach, sondern gibt auch Hinweise, wie man verhindern kann, auf Falschmeldungen hereinzufallen.


Barbara Felsmann im Gespräch mit Florian Schnell

Game und Film – ein transmediales Experiment

16.02.2017 | Im Gespräch mit Barbara Felsmann erzählt Florian Schnell von der Idee und Umsetzung seines Regiedebüts Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel. In dem Film begibt sich ein Computerspieler auf die Suche nach seiner verloren gegangenen virtuellen Identität. Die Mischung aus Film und Game hat bereits einige Preise bei Kinder- und Jugendfilmfestivals gewonnen.


05.01.2017 | Wer eine Berichterstattung in der Presse für nicht angemessen hält, kann sich an den Deutschen Presserat wenden. Seit 60 Jahren gibt es diese freiwillige Selbstkontrolle der Journalisten mittlerweile. An seinem Geburtstag machte man sich Gedanken über „berufsethische Regeln für Live-Journalismus“.


21.12.2016 | Zum Weihnachtsfest bei Loriots Familie Hoppenstedt gehören Opas Ruf nach mehr Lametta, seine Marschmusik und Dickis Gedicht für den Weihnachtsmann („Zicke, zacke …“). Die Medienwissenschaftlerin Susanne Vollberg meint, dass bei uns die Weihnachtsfeiertage kaum mehr ohne Medien vorstellbar sind und „Weihnachten und Medien(-konsum) zusammengehören wie Glühwein und Weihnachtsmarkt“.


08.12.2016 | Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) veranstalten gemeinsam die Tagungsreihe medien impuls. Unter dem Titel In der Tiefe des Raumes – Virtual Reality und die Illusion von Wirklichkeit fand am 24. November in Berlin der zweite medien impuls im Jahr 2016 statt. Stefan Förner war da und schildert seine Eindrücke.


Tilmann P. Gangloff

„Pure Fantasie“

Rechtsmediziner Michael Tsokos hat sich mit den größten Irrtümern seiner TV-Kollegen befasst

24.11.2016 | Gibt es in einem Krimi Tote, lassen sich die Ermittler eigentlich immer von Rechtsmedizinern die Todesursachen erklären. Martin Tsokos, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin an der Berliner Charité, vergleicht in seinem Buch Sind Tote immer leichenblass? die filmische Darstellung seines Berufsalltags mit der Wirklichkeit. Tilmann P. Gangloff stellt das Buch vor.

 


Werner C. Barg

Feindbilder im Film

15.11.2016 | Die Etablierung spezifischer Feindbilder im Film war und ist stets eng mit realer Machtpolitik verbunden. Werner C. Barg spürt dieser These in verschiedenen Beispielen nach. Von der Verfilmung von George Orwells 1984 geht er über NS-Propagandafilme und James-Bond-Klassiker bis zu aktuellen Serien wie Homeland durch die (Film)Geschichte.


Tilmann P. Gangloff

Das letzte Lagerfeuer der Nation

Selbst nach 1000 Folgen ist der Tatort immer noch ein Dauerbrenner

10.11.2016 | Für viele endet das Wochenende mit dem Tatort am Sonntagabend. Und das schon seit 46 Jahren. Keine andere Krimireihe schafft es, so beständig Zuschauer vor den Bildschirmen zu versammeln. Der 1000. Tatort am 13. November bietet Anlass, nach den Ursachen für den Erfolg zu fragen.


Barbara Felsmann im Gespräch mit Gudrun Sommer

„Unterm Strich weiß man immer, es geht hier um etwas!“

07.11.2016 | In diesem Jahr feiert doxs!, das Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche, sein 15. Jubiläum. Aus diesem Anlass sprach Barbara Felsmann mit der Festivalleiterin Gudrun Sommer über die Bedeutung von doxs!, seine Entwicklung und seine Ziele.


Ina Rosenthal

„Nur mal schnell die Welt retten“

Die Faszination „Superhelden“ wird 80 Jahre alt.

16.09.2016 | Vor genau 80 Jahren wurde eine neue Spezies geboren. Sie trägt gern Capes und hautenge Strumpfhosen und ist dennoch der Inbegriff von männlichem Heldentum: der Superheld. Kein anderes Genre in der Filmindustrie boomt derzeit so stark wie die Verfilmung von Marvel- oder DC-Comics mit Superhelden und auch der ein oder anderen Heldin in der Hauptrolle.