Vom Dogma der Abstinenz zur Drogenmündigkeit. Welche Rolle spielt Suchtprävention heute im Jugendmedienschutz?

Christina Heinen

In der Programmprüfung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist bei Soaps und Komödien, aber auch bei spezifisch jugendaffinen Formaten wie Workaholics ein Trend zur „Normalisierung des Kiffens“ zu beobachten. Zunehmend selbstverständlich wird der Konsum von Cannabis beiläufig oder komödiantisch überspitzt gezeigt. Vor dem Hintergrund eines grundlegenden Wandels in der Drogenprävention, der auch Ausdruck einer veränderten gesellschaftlichen Bewertung des Konsums „weicher“, aber nichtsdestominder illegaler Drogen ist, stellt diese Entwicklung die Prüferinnen und Prüfer vor die Herausforderung, ihre Bewertungskriterien und -maßstäbe zu überdenken bzw. neu zu formulieren.

Printausgabe tv diskurs: 17. Jg., 2/2013 (Ausgabe 64), S. 78-81

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