Skandal! Öffentliche Empörung und die (digitalen) Medien (Vorträge)

Arnd Pollmann, André Haller

Beim medien impuls Skandal! Öffentliche Empörung und die (digitalen) Medien ging es am 14. November 2018 um die Fragen: Welche Ereignisse lösen öffentliche Empörung aus? Welche nicht? Wem nutzt, wem schadet der Eklat? Und sind die neuen medialen Empörungskanäle der Verhandlung gesellschaftlicher Normen und Werte dienlich?

Nach der Begrüßung durch FSF-Geschäftsführer Prof. Joachim von Gottberg gab es zwei Impuls-Vorträge:

Von der Moral der Empörung zum Moralismus des Skandals. Ein begrifflicher Leitfaden

Dr. Arnd Pollmann ist, nach Gast- und Vertretungsprofessuren in Zürich, Hamburg und Berlin, seit 2018 Professor für Ethik und Sozialphilosophie an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Er lehrt und forscht im Bereich der Praktischen Philosophie, v.a. auf den Gebieten der Ethik und Moralphilosophie, der Sozialphilosophie und der Politischen Philosophie der Menschenrechte. Auf all diesen Themengebieten spielt der Zusammenhang von empörenden Unrechtserfahrungen und individuellen sowie kollektiven Lernprozessen eine entscheidende Rolle.


Entstehung, Struktur und Wirkung von Skandalen in den (neuen) Medien

Dr. André Haller forscht und lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg.  Er absolvierte ein Bachelorstudium in Medien und Kommunikation an der Universität Passau, bevor er mit dem Master of Arts in Kommunikationswissenschaft an der Universität Bamberg abschloss. Seine Schwerpunkte sind u.a. strategische und politische Kommunikation (insbesondere Wahlkampfkommunikation) und die kommunikationswissenschaftliche Skandalforschung. 2013 wurde er mit einer Arbeit zur bewussten Skandalerzeugung in politischen Kampagnen promoviert. 2016 und 2018 richtete er die International Conference in Scandalogy aus, bei der Skandalforscher aus zahlreichen Ländern ihre Forschungsergebnisse vorstellten.

 

 

Dr. Arnd Pollmann (Foto: sh/fsf)

Dr. André Haller (Foto: sh/fsf)