Objektive Entscheidungsgrundlage statt pädagogischer Beurteilung.

Kritik der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ an den Freigaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)

Joachim von Gottberg im Gespräch mit Volker Zastrow

Die Alterseinstufung „freigegeben ab 12 Jahren“ ist das am häufigsten vergebene Kennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). In diesem Alter sei „die Fähigkeit zur distanzierten Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet“, so ist es auf der FSK-Webseite zu lesen. Einzelne Gewaltdarstellungen könnten in den Gesamtkontext eingeordnet werden, Genrekenntnisse seien bereits vorhanden, sodass eingeschätzt werden könne, was man bei einem Abenteuer- oder Kriminalfilm zu erwarten habe. Alles Unsinn, meint dagegen Volker Zastrow, Leiter der Politikredaktion der„Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Explizite Darstellungen von Gewalt und Sexualität sowie Vulgärsprache hätten, unabhängig von pädagogischen Wirkungseinschätzungen, in ab 12 Jahren freigegebenen Filmen nichts zu suchen. tv diskurs sprach mit dem Journalisten über seine Erwartungen an die FSK-Freigaben.

Printausgabe tv diskurs: 15. Jg., 1/2011 (Ausgabe 55), S. 36-39

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