Interesse schützt vor nachhaltiger Belastung. Altersunterschiede in der Emotionsregulation

Alexander Grau

Prüfausschüsse der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) gehen in der Regel davon aus, dass sehr traurige und belastende Medieninhalte Kinder unter 12 Jahren übermäßig und nachhaltig ängstigen können, da sie mit entsprechenden Situationen – etwa Krankheit oder Tod eines sympathischen Protagonisten – in der Regel psychisch überfordert sind. Wie Kinder ihre Emotionen angesichts bedrückender oder beklemmender Filminhalte regulieren und wo die Ursache für ihre Überforderungen liegen könnte, ist jedoch nur lückenhaft erforscht. Im Aprilheft des Journal of Media Psychology berichtet eine Forschergruppe aus Zürich nun von den unterschiedlichen Emotionsregelungsstrategien älterer und junger Erwachsener, die Hinweise auf die Emotionssteuerung von Schulkindern versprechen und diesbezügliche Forschungen nahelegen.

Printausgabe tv diskurs: 19. Jg., 3/2015 (Ausgabe 73), S. 86-87

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